Horsemanship

Monty Roberts

In den 90ern war für mich Monty Roberts einer derjenigen, die zum Nachdenken über die Psyche und das Instinktverhalten des Pferdes angeregt haben. Das war ein Schritt in eine neue Richtung für meine eigene freie Arbeit mit den Pferden. Das Pferd wird weggeschickt und bewegt, dadurch beweist der Mensch Führungskompetenz. Ich setze dies jedoch ausschließlich in nur ganz kleiner kommunikativer Form als „Kennlernmethode“ für neue und vor allem junge Pferde ein, um ein „Standing“ zu haben, da ich absolut nichts von „Funktionalisierung“ halte. Kein Pferd sollte so unter Druck gesetzt werden, dass es „nachgibt“, sondern Druck sollte maximal dazu verwendet werden, dass es beginnt, zu kommunizieren. 

Silke Vallentin

Dann wandte ich mich der Pat Parelli Arbeit zu und nahm an Kursen von Silke Vallentin teil. Bei Silkes Arbeit stand immer Fairness, Vertrauen, Partnerschaft und das Wissen um die Kommunikation der Pferde im Vordergrund. Hier wurden Druck und Druckstufen noch einmal elementar bearbeitet. Da Pferde in der Herde in verschiedenen Druckstufen miteinander kommunizieren, wurde dies als Ansatz in der Sprache gewählt, und zwar so, dass es immer erst einen sehr sanften Einstieg mit viel Lob gibt, worauf mit der Körpersprache aufgebaut wird.

Heinz Welz

Heinz Welz beschreitet eher den Weg des Humanship, sprich den Menschen in seiner Selbstreflexion zu coachen. Seine Einstellung ist, dass man nicht zum Pferdemenschen geboren sein muss, um mit Pferden angemessen umgehen zu können (oder es zumindest zu lernen).

Das einzige, was man braucht, ist die Fähigkeit (und Bereitschaft!) zur Kommunikation. Diese Fähigkeit und Bereitschaft ist bei uns Menschen teils unterentwickelt, was dazu führt, dass unsere Beziehungen häufig gestört sind. Die Eigenschaften guter Kommunikation in uns (wieder-) zu entdecken und hervorzuholen, ist sein Arbeitsschwerpunkt.

Dabei lernt man, aktiv mit den Pferden in ihrer Sprache zu „reden”, der Körpersprache. Vor allem aber geht es darum, Pferde zu beobachten, und zwar eher nicht mit den Augen, sondern dem Gefühl, der Intuition! Wer die typischen Bewegungen von Pferden genau kennt, wer es versteht, mit Pferden in genau dieser Weise einfühlsam zu kommunizieren, der erlebt, dass sein Pferd ihm sicher und gelassen folgt. Egal, ob der Zweibeiner Mensch auf dem Vierbeiner Pferd sitzt, oder ihn zu Fuß zum Stall, zum Tierarzt oder auf die Weide führt.

Honza Blàha

Seit 2012 nehme ich auch an Kursen von Honza Bláha teil. Neben seinem strukturierten Kommunikations- und Gymnastizierungsaufbau im Training war mir wichtig, noch mehr darüber zu lernen die Kommunikation so aufzubauen, dass beide Seiten zu Wort kommen. Pferde sollten auch Nein sagen dürfen, der Druck wird nicht bis zur Eskalation erhöht - das wäre nämlich ein relativ alternativloses Kommunizieren für das Pferd, da es keine Chance hat, mitzureden. Ziel ist es, die Pferde lesen zu können und ihnen zu antworten in einer Sprache, die sie verstehen. Körpersprache wird gepaart mit Konsequenz, Konsistenz und klaren Signalen. Dazu kommt Verständnis für die Bedürfnisse der Pferde.

Klassisch Französische Ausbildung

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