Philosophie

Pro Sanitate Equi ist ein ganzheitliches umfassendes Ausbildungskonzept, dessen Ziel es ist, Verhaltensprobleme und/oder körperliche Einschränkungen zu finden, zu bearbeiten und damit dem Pferd wieder ins innere und äußere Gleichgewicht zu verhelfen. Das Pferd, dessen Natur und seine Gesundheit steht somit immer im Vordergrund. Es wird differenziert, in welchen Bereichen das Pferd ein ungesundes geistiges und/oder körperliches Verhalten aufzeigt, um dieses über verschiedene Kommunikations- und Gymanstizierungsprozesse in ein gesundes Verhalten umzuwandeln.

Pro Sanitate Equi arbeitet grundsätzlich für das Pferd und den Menschen im Team, um ein harmonisches Miteinander zwischen ihm und seinem Pferdepartner – nicht nur auf dem Reitplatz, sondern auch im täglichen Umgang. Es ist völlig sowie rasse-, reitweisen- und methodenunabhängig sowie disziplinübergreifend.

Die Beratungseinheiten werden so aufgebaut, dass das Training vom Pferdebesitzer nachhaltig weitergeführt wird.

Die ganzheitliche Vorgehensweise sieht wie folgt aus:

1.) Historie von Pferd und Mensch

Pferd und Mensch werden als ein System gemeinsam gesehen, deshalb ist es wichtig, über beider gemeinsame Vergangenheit und Erlebnisse zu sprechen.

2.) Lebensweise

Mit dem Pferdebesitzer wird über die Lebensweise seines Pferdes gesprochen. Sofern notwendig, muss geklärt werden, ob eine oder mehrere Veränderung der Lebensbedingungen des Pferdes sinnvoll sind, damit das Pferd gesund ist, oder gesund werden kann.

  • Soziale Umwelt
    • Box = hell, groß, Fenster oder Paddock
    • Offenstall = groß, trocken, sicher
    • Weide = kein überreiztes Gras, Giftpflanzen, kein Kuhgras
    • Herdenkonstellation = möglichst wenig Fluktuation, Stabilität, Platz, kein Futterneid
    • Einzelhaltung = nur in Ausnahmefällen bei Krankheit oder sozialen Schwierigkeiten
    • Freie Bewegung = möglichst ganztägig, mind. 8 std.
  • Natürliche Umwelt
    • Wasser = täglich frisch, fließend
    • Boden = trocken und sicher
    • Luft = täglich frisch
    • Klima = Landluft
  • Ernährung
    • Fresszeiten = mind. alle 4 Std.
    • Rau- und Nassfutter = gleichmäßig, je nach Saison

3.) Physiologie

Das Pferd wird in seiner Physiologie betrachtet, um Aufschluss darüber zu bekommen, wie es um seinen inneren Gesundheitszustand steht. 

  • Organe und Stoffwechselhaushalt = gesunde Funktionalität
  • Nervensystem = psychischer Zustand

4.) Bewegungsapparat

Das Pferd wird in seinem Bewegungsapparat betrachtet werden, um Aufschluss darüber zu bekommen, wie es um seinen äußeren Gesundheitszustand steht. 

  • Muskeln und Faszien = Muskelfasern sollten fließend verlaufen
  • Bänder und Sehnen = Bänder und Sehnen ebenso
  • Wirbelsäule = geradlinig und neutral in seiner Position
  • Gelenke = klar und nicht gefüllt
  • Hufe = dem Bewegungsapparat entsprechend in der Balance
  • Zähne = Kiefergelenk und Maul sollten gesund und frei arbeiten
  • Bewegungsorganisation = organisiert sich das Pferd dabei frei und fließend

5.) Therapien

Gab es Aufschluss auf gesundheitliche Probleme, sollte zu einer oder mehreren Therapien geraten werden. Je nach Schweregrad muss evtl. über eine Therapiereihe gesprochen werden.

  • Naturheilkunde, Homöopathie = Je nach gesundheitlichem Zustand, kann die alternative Medizin nachhaltiger wirken als konventionelle
  • Traditionell Chinesische Medizin = Kräuter und Akupunktur
  • Osteopathie
    • parietale Osteopathie = Bindegewebe, Muskulatur und Gelenke
    • viszerale Osteopathie = innere Organe und deren bindegewebige Aufhängung
    • cranio-sacrale Osteopathie = inhärente „Rhythmen“ des Organismus
  • Physiotherapie = Massagen, Kinesiotaping etc.
  • Konventionelle Medizin = Tierarzt

6.) Pferdefreundliche Ausrüstung

Es wird nur Ausrüstung verwendet, die fördernd für die Gesundheit des Pferdes ist. Es werden keinerlei Zwangsmittel verwendet.

  • Knotenhalfter und Stick
    • Der Pferdekopfgröße angepasst, dass die Knoten korrekt sitzen
  • Kappzaum
    • Der Pferdekopfgröße, dem Genick und der Nase angepasst, keine Nutzung scharfer Serretas
  • Halsring
    • Seil, Reit-Halsring, Westernhalsring
  • Longe und Doppellonge
    • Einfach Longe, Doppellonge mit Umlenkrollen
  • Trense
    • Pferdekopfgröße und dem Genick angepasst, es wird kein Sperrriemen genutzt
    • Gebiss dem Pferdemaul in seine Länge und Platz angepasst
  • Sattel
    • Der Länge/Kürze und Breite des Pferderückens angepasst
    • Auf Muskulaturzuwachs für die Aufrichtung der BWS geeignet
  • Hilfszügel = Jegliche Art von Hilfszügel sind nicht zu verwenden

7.) Gesundheitsförderndes Training

Pro Sanitate Equi bringt dem Pferd und Pferdebesitzer Trainingsmöglichkeiten bei, die individuell auf beide zugeschnitten sind, um das Pferd aus dessen eigenen Erkenntnissen heraus körperlich und geistig gesundheitlich zu fördern. Hierbei finden weder Unterdrückung, jegliche Art von Dominanz gegenüber dem Pferd, Programmierung oder Funktionalisierung, noch Übertreibungen in Sensibilisierungs- und Desensibilisierungsübungen Verwendung.

Ebenso wird dem Reiter aufgezeigt, wie sich dieser nach seinen Möglichkeiten körperlich besser auf die Bewegung des Pferd einstellen und es mit seinem Sitz gut unterstützen kann.

Pferd-Mensch Partnerschaftstraining

Die Kommunikationsarbeit basiert auf dem Verständnis des psychischen Verhaltens und des instinktiven Systems des Pferdes. Der Ausbilder soll dem Menschen vermitteln, wie er mit dem Pferd als Flucht- und Beutetier kommunikativ so gut wie möglich umgehen kann.

Gesundheitsverbessernde Gymnastizierung

Der Reiter wird in die Lage versetzt, das Pferd in seinem individuellen anatomischen und bewegungsorganisatorischen Verhalten detailliert unter gesundheitsfördernden Aspekten zu lesen und zu fühlen, sowie mit ihm darin zu arbeiten.

Der Reitersitz und Mentalarbeit

Durch Körper- und somit Sitzbeweglichkeitsarbeit wird dem Reiter zu einer mobilen Balance im Sattel verholfen. Die „Mentalarbeit“, bestimmte Atemtechniken und eine eventuelle energetische Entspannungsbehandlung führen zur Kopflosgelassenheit, verbessern die Selbstwahrnehmung und das Finden des inneren Schwerpunktes.

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